3. Schritt…. Wo stehst du finanziell heute?

Dein Geld und du…

Deine finanzielle Situation heute

Dein großes Ziel lautet finanzielle Unabhängigkeit. Du möchtest unabhängig werden von jeglichen äußerlichen (glücklichen oder unglücklichen) Umständen die in der Zukunft auf dich zukommen; von deiner zu kleinen Rente im Alter; von (d)einem Mann oder von sonstigen finanziellen Zuwendungen Anderer. Du möchtest dir eine gute Vorsorge aufbauen, die dich davor bewahrt später in die Falle der Altersarmut zu geraten.

Finanzielle Unabhängigkeit gibt dir die Freiheit selbst über dein Leben zu bestimmen!

Damit du dein Ziel erreichen kannst und dein Geld clever und erfolgreich anlegen, musst du zuvor zwei essentielle Fragen für dich klären:

1. „Wo stehe ich finanziell heute?“

2. „Was ist mein finanzielles Ziel für die Zukunft?“

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der ersten Frage oben. Ziel ist es dir zu ermöglichen, dass du anschließend ganz genau einordnen kannst, wo du aktuell stehst im Hinblick auf deine Finanzen. Erst dann weißt du, welche To-dos du noch zu erledigen hast, um an dein Ziel zu gelangen.

Es geht dabei nicht nur darum deinen Cash Flow zu überprüfen – also deine Geldbewegungen auf deinem Konto und in deiner Geldbörse – sondern genauso gehört auch deine Einstellung zum Thema Finanzen unter den Prüfstand. Damit ist gemeint deine ganz persönliche Einstellung zum Geld im Allgemeinen und zur Geldanlage bzw. Investition im Speziellen zu hinterfragen. Dieser Bereich sagt letztlich viel über deine Denkweisen und somit auch über deine Handlungsweisen aus, denn:

„Wir sind, was wir denken.

Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.

Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Buddha

In diesem Zusammenhang gibt es also einige grundlegende Fragen, die du für dich beantworten musst. Damit du ein möglichst realitätsnahes Ergebnis erhältst, ist es notwendig dabei ehrlich zu dir selbst zu bleiben.

Dieser erste Schritt ist wichtig, denn nur wenn du deine Basis kennst, kannst du auch festlegen, an welcher Stelle du ansetzen musst, um das bestmögliche Ergebnis für dich herauszuholen. Du kannst es mit folgender Situation vergleichen: Du möchtest am Abend ein leckeres Menü kochen, aber dafür musst du natürlich erst einmal wissen, welche Lebensmittel du überhaupt daheim hast um anschließend festzulegen, welche Zutaten du im Supermarkt noch besorgen musst für dein Menü. Sonst wird es damit nichts.

Träumst du von Reichtum?

Teil 1: Deine Einstellung zum Geld und zur Geldanlage

Beantworte folgende Fragen für dich:

·      Wie stehst du zu „Geld“?

o   Ist es für dich nur ein Mittel zum Zweck?

o   Ist es für dich ein wichtiger Bestandteil deines Lebens?

o   Ist es dir so ziemlich egal?

·      Welche Bedeutung hat Geld für dich?

o   Hat es einen hohen oder eher niedrigen Stellenwert? Wo ordnest du die Wichtigkeit von Geld für dich auf einer Skala von 1 bis 10 ein (1 = unwichtig)?

·      Sprichst du über Geld?

o   Sprichst du allgemein über Geld oder ist es kein Thema für dich?

o   Wie oft redest du über Geld?

o   Wie sprichst du über Geld? Positiv oder negativ?

o   Ist es dir peinlich über Geld zu reden?

·      Hast du Angst vor Geldanlagen wie z.B. Aktien? Wie groß würdest du deine Angst auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen (1 = viel Angst)?

·      Bist du bereit Risiken einzugehen? Wie risikobereit würdest du dich auf einer Skala von 1 bis 10   einschätzen (1 = wenig risikobereit)?

·      Welchen Stellenwert hat Geld in deiner Familie?

o   Unterscheidet sich deine Einstellung zu Geld von der deiner Familie oder ähnelt sie sich eher?

·      Bist du bereit dich ab sofort bewusst mehr mit deinen Finanzen und dem Aufbau eines kleinen Vermögens zu beschäftigen um finanziell unabhängig zu werden?

·      Welche Gründe hast du, dies zu tun?

·      Wieviel bist du bereits dafür zu investieren um an dein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit zu gelangen?

o   Wieviel Zeit würdest du in der Woche dafür investieren?

o   Wie sehr würdest du deinen Konsum dafür einschränken? Worauf würdest du fortan verzichten?

o   Würdest du deine Einstellung zu einigen Dingen ändern? Und würdest du einige deiner Handlungen ändern?

·      Wie ist deine Meinung über reiche Menschen?

o   Bist du eher neidisch oder inspirieren sie dich als Vorbild?

·      Mache ein Gedankenspiel und frage dich: Wie wäre dein Leben wenn Geld keine Rolle spielen würde? Was würdest du tun?

·      Bist du eher ein langfristiger oder kurzfristig denkender Mensch?

 


AUFGABE FÜR MACHERINNEN:

Nutze eine ruhige Stunde am Abend oder am Wochenende, in der du ungestört bist. Nimm dir einen Zettel oder ein leeres Worddokument und notiere dir alle Fragen von oben. Alternativ kannst du dich auch für den Newsletter anmelden und du erhältst ein von mir vorgefertigtes Arbeitsblatt mit allen Fragen, welche du nur noch ankreuzen musst. Zu diesem Test erhältst du zusätzlich gleich die Auswertung der Fragen.

Nun beantworte alle Fragen von oben ganz ausführlich und so ehrlich wie möglich.

 

Wenn du all diese Fragen genau beantwortet hast, erhältst du einen guten Eindruck davon, wie deine innere Einstellung zu Geld aussieht, unabhängig davon ob sie dir bewusst ist oder du eher unbewusst danach handelst. Die Fragen helfen dir zu erkennen, ob du eher der ängstliche Typ bist im Hinblick auf die Nutzung von Geld oder bereit bist Risiken einzugehen. Genauso wird dir bewusst, ob Geld für dich einen hohen Stellenwert einnimmt im Leben oder ob es dir vielleicht nicht wichtig ist, weil es nur ein Mittel zum Zweck darstellt. Im 5. Schritt unseres Finanz-Projektplanes werden wir genauer auf deine Ergebnisse eingehen und was dies für die Wahl deiner passenden Finanzanlage bedeutet.

 

Was denkst du wirklich über Geld?

Teil 2: Deine Finanzen

Im zweiten Teil geht es um den Status Quo deiner realen Finanzen. Genauer gesagt geht es darum, deine Einnahmen und deine Ausgaben zu prüfen um herauszufinden, ob du bereits Potential für deine erste Geldanlage besitzt oder ob du noch einige Anpassungen vornehmen musst um dir dein erstes Investitionskapital aufzubauen.

Am besten kannst du dir einen Überblick darüber verschaffen, indem du dir eine Liste erstellst und ganz genau im Detail alles auflistest, was zu deinen Ausgaben und Einnahmen gehört. Daneben notierst du dir immer den jeweiligen Betrag. Am einfachsten ist es, wenn du die Liste auf Monatsbasis erstellst. Alle die Dinge, die seltener als monatlich anfallen z.B. jährlich, teilst du in dem Fall durch 12 und notierst nur den Anteil für einen Monat.


HINWEIS: Wenn du dich zum Newsletter anmeldest erhältst du auch hierfür ein bereits  vorgefertigtes Arbeitsblatt detailliert mit allen Punkten, welches du nur noch mit deinen Zahlen befüllen musst.


 

Deine Ausgaben

Zu deinen Ausgaben gehören:

·       Sämtliche Fixkosten (regelmäßig wiederkehrende Kosten) wie z.B. Miete, Lebensmittelkosten, Benzin bzw. KFZ Kosten oder für die Öffentlichen, Telefon, Strom, Internet etc.

·       Ausgaben für deine Freizeitaktivitäten (Fitnessstudio, Kino, Clubbesuche, Zooeintritt, Vereinsmitgliedsbeiträge etc.)

·       Konsumkosten (Drogeriemarkt Einkäufe, Abonnements, Shoppingtouren am Wochenende online wie offline)

·      Bestehende Kredite (für Auto, Kühlschrank usw.) die du aktuell abzahlst

·       Versicherungen und etwaige Sparverträge in welche du regelmäßig einzahlst

 

Deine Einnahmen

Welche Einnahmen stehen dem gegenüber?

·         Gehalt aus Hauptjob und ggfs. Nebenjobs

·         Staatliche Unterstützung (Harz IV usw.)

·         Unterstützung durch Familienmitglieder (z.B. Unterhaltszahlungen)

·         Sonstige Unterstützung, z.B. Bafög, Stipendium usw.

·         Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung

·         Einnahmen aus deiner Selbständigkeit

 

Sollte es dir zum heutigen Tag schwerfallen deine tatsächlichen Ausgaben und Einnahmen genau aufzulisten, weil dir schlichtweg der Überblick fehlt, empfehle ich dir ein Haushaltsbuch zu führen.

Es mag abgedroschen klingen, aber ein Haushaltsbuch kann wirklich nützlich sein um dir vor Augen zu führen, wie viel Geld du „mal eben so zwischendurch“ ausgibst. Glaub mir, sowas unterschätzt man ziemlich schnell. Damit erlangst du bereits nach wenigen Wochen, spätestens nach zwei bis drei Monaten, einen recht genauen Überblick über deine Finanzlage und Geldbewegungen. Der positive Nebeneffekt dabei ist der, dass du bei den nächsten „mal eben kurz nebenbei“ – Ausgaben genauer überlegst, ob du Dieses oder Jenes gerade wirklich brauchst.

Nachdem du nun alle Aufgaben aufgelistet und mit Euro-Beträgen versehen hast, folgt die Stunde der Wahrheit. Nun kannst du sehen, wie deine Ausgaben und Einnahmen im Ergebnis aussehen. Hast du ein Minuszeichen unter dem Strich oder ein Plus?

Wenn eine positive Zahl unterm Strich steht, ist das bereits eine gute Basis. Doch auch diese kann mit Sicherheit noch ausgebaut werden, damit du schon bald einen ersten Betrag zum Investieren beisammen hast.

 

Stehst du auf Kriegsfuß mit deinen Finanzen?

 

Findest du hingegen einen Minus-Betrag vor, dann ist es an der Zeit dir Gedanken darüber zu machen, wie du dieses Ergebnis ändern kannst. Dafür bleiben dir im Grunde zwei Möglichkeiten:

1.)    du verringerst deine Ausgaben

2.)    du erhöhst deine Einnahmen

Du hast festgestellt, dass dir unterm Strich zu wenig Geld übrigbleibt um zu investieren? Kopf hoch, es ist noch nicht aller Tage Abend. Kein Grund für dich alles hinzuschmeißen nach dem Motto: „Ich habe ja sowieso kein Geld zum Investieren, also lass ich das Thema gleich bleiben“.  

 

Es gibt in Wirklichkeit viele Möglichkeiten wie du sowohl deine Einnahmen erhöhen als auch deine Ausgaben reduzieren kannst. Was du tun kannst, um deine Ausgaben zu reduzieren und deine Einnahmen zu erhöhen habe ich bereits in einer ausführlichen Sammlung von zahlreichen Tipps und Tricks in meinem Artikel „Ran an die Kohle“ für dich zusammengefasst. Du wirst auch für dich Ideen finden, die du umsetzen kannst.

 

Du hast nun bereits drei Schritte auf deinem Projektplan zur finanziellen Unabhängigkeit durchlaufen.

1.)    Du hast eine gute Informationsbeschaffung in deinen Alltag integriert

2.)    Du hast gelernt, wie du dir eine Investitionsbasis erschaffen kannst und Geld dafür zusammen bekommst.

3.)    Du hast in diesem Beitrag erfahren, wie du deine aktuelle Situation einschätzen lernen kannst um herauszufinden, was du noch verbessern musst, damit du gut aufgestellt bist für deine erste Geldanlage.

 

Im 4. und nächsten Schritt unseres Projektplanes werden wir gemeinsam erarbeiten, was deine Ziele und Pläne sind in finanzieller Hinsicht. Aus dem Ergebnis von Schritt 4 und den Ergebnissen aus diesem Beitrag zum IST-Stand deiner Finanzen, kannst du anschließend ableiten, welche Geldanlage speziell für dich am besten geeignet ist.

 

Eine gute Reise wünsche ich dir!

 

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