Erst Aktien, dann Schuhe

Für viele von uns Durchschnittsbürgerinnen ist der Umgang mit Geld ein recht einseitiger. Wir wissen meist nur zu gut, wie wir es bestmöglich ausgeben können, jedoch fehlt uns jeglicher Schimmer davon, wie wir es vermehren können um mehr davon zu bekommen als wir bisher haben. Es ist so, als ob wir in einer fremden Stadt mit einer fremden Sprache ausgesetzt werden und die Aufgabe erhalten, dort eine bestimmte Person zu finden. Die meisten von uns wüssten nicht einmal wo sie ansetzen sollen, geschweige denn werden sie die Aufgabe jemals erfolgreich abschließen.

Speziell uns Frauen ist die Verwaltung und Vermehrung von Geld nicht gerade in die Wiege gelegt worden. Noch immer herrscht die eher patriarchische Rollenverteilung vor, in der die Aufgaben klar verteilt sind: Der Mann arbeitet, schafft das Geld heran und verwaltet es und die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Selbst der Umstand, dass in der heutigen Zeit die meisten Frauen ebenfalls Vollzeit berufstätig sind und kein unbedeutender Teil der Frauen sogar alleinstehend, ändert an der lähmenden Einstellung gegenüber dieser Versorgermentalität nur wenig. Der Weg der Frau zum Geld führt oft nach wie vor über den Mann. So lernen es die Kinder von ihren Eltern.

Auch die wachsende Zahl gut verdienender berufstätiger Frauen lenkt nicht von der Tatsache ab, dass diese Frauen zwar aktuell gutes Geld verdienen, es jedoch trotzdem noch nicht sinnvoll anlegen für die ausreichende Absicherung des Lebensabends. Lieber wird es in Schuhe und Taschen investiert als in Aktien oder Immobilien.

Hier endlich ein Umdenken zu schaffen, ist eines der Anliegen meiner Seite „Lady Invest“. Ich bin der Meinung dass mehr Frauen endlich damit beginnen sollten sich mit ihrer eigenen finanziellen Unabhängigkeit und Altersabsicherung zu befassen und ihre Finanzen selber zu managen.

Finanzielle Unabhängigkeit geht einher mit der Unabhängigkeit von anderen Menschen (z.B. [Ehe-] Männern) oder Institutionen (dem Staat) und von unseren äußeren Umständen. Weshalb begeben sich so viele Frauen freiwillig in eine Abhängigkeit anstatt ihr Boot auf dem Fluss des Lebens selber zu steuern und zwar dorthin, wo es ihnen wirklich gefällt? Sicher ist es eine bequeme Variante für den Moment, aber nicht unbedingt für die Zukunft, denn keiner kann die Zukunft vorhersehen und weiß, was sich ändern wird. Je früher wir Frauen also damit beginnen diese überholten Einstellungen gegenüber Geld zu ändern und aktiv beginnen uns mit unseren Finanzen selbst zu beschäften, desto besser. Erst Aktien, dann Schuhe!

Im nächsten Beitrag werde ich euch die ersten Schritte auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit erklären.

Eine erfolgreiche Reise wünsche ich euch!